23:40 Uhr, Meldung von Luke: “Ahoi :-) Ich sitz grad am Flughafen und warte,dass mein Flugzeug boardet… Es geht endlich los :)”
Ahoi,
dieses Wochenende stand ganz unter dem Zeichen des Baseball. Ich dachte, auch wenn sich meine Tage in Amerika dem Ende nähern, kann ich mir dieses kulturelle Phänomen nicht entgehen lassen. Also hab ich mich ein paar Freunden angeschlossen, die vorgeschlagen haben, nach New York zu fahren und dort ein Heimspiel der Mets anzuschauen. (Wichtig: Die Mets sind cool, die Yankees sind uncool - ungefähr so wie 1860 München und Bayern München).
Das Wochenende war vom Wetter her wieder kaum zu überbieten, wir haben uns eingedeckt mit Fanartikeln und sind zum Stadium gepilgert. Dort haben die Mets leider einen rabenschwarzen Tag erwischt (ich sag ja, wie 1860 halt..) aber dank unserer lautstarker Unterstützung kam zumindest annähernd eine gute Atmosphäre auf. Ich verstehe inzwischen auch so langsam die Baseball Regeln, die wirklich nicht sehr kompliziert sind, wenn man mal ein Spiel gesehn hat.
Ich kann zwar verstehen, dass manche Leute Baseball richtig langweilig finden, weil generell weniger passiert als in Sportarten wie z.B. Fussball oder Basketball und auch taktisch und technisch nicht so viel geboten wird, aber wenn man versucht das Ganze aufgeschlossen anzugehen kann man es durchaus genießen. Ich hatte auf jeden Fall einen richtig schönen Abend (auch wegen den Freunden, die da waren und wegen denen ich versucht habe mitzufiebern) und würde gern mal wieder eins anschauen, wenn ich mal wieder nach Amerika komm.
Bis dahin hab ich noch paar Bilder, für Leute, dies interessiert… (http://www.facebook.com/album.php?aid=71&l=714fd&id=256200015)
Und so heißts von mir auch schon wieder bis bald, die Arbeit ruft schließlich.
Tschö
Lucas
Verdammt! Sie haben mich erwischt! Ich saß beim Essen und zwei Zombies saßen am Nachbartisc und winkten fröhlich. Als ich aufstand, ließen sie ihr Essen stehen und rannten raus in den Gang. Es war unbekanntes Terrain für mich, da die normale Mensa heute geschlossen war.
Ich tastete mich langsam vor und vermutete, dass sie sich in einem Zimmer verstecken würden. Als sie dort nicht waren schlich ich weiter und hatte plötzlich eine Zombihand an meiner Brust, bevor ich bemerkte dass ein Vorsprung in der Wand war. Auch die Socke, die ich reflexartig im selben Moment nach dem Zombie warf konnte mich nicht mehr retten!
Ich spüre wie der Virus in meinem Blut pulsiert… Ich… kann es nicht viel länger unterdrücken… ich… ich brauche… GEHIRNEEEE!
Nachdem ich 3 Tage durch die hintersten Winkel des Campuses geschlichen bin, habe ich heute meinen ersten Zombie angetroffen. Wie vermutet hat er mir vor der Mensa aufgelauert. Mein erster Instikt war zur Safe-Zone rennen bis mir die Waffe in meiner Hand bewusst wurde. Also drehte ich mich herum und feuerte eine doppel-Salve Socken in seine Richtung, der er nicht entgehen konnte. Ich war siegreich und so bin ich immer noch am Leben!
Wie lange noch? Ich weiß es nicht… Aber eins weiß ich mit Sicherheit: Ich werde nicht kampflos untergehen!
Hi Leute,
Ich wollte noch eben was anderes loswerden: Es gibt ein geniales Spiel hier am College, Humans vs. Zombies, dem ich gesten um Mitternacht beigetreten bin. Aus allen 80 Studis, die sich angemeldet haben, wird ein Ur-Zombie ausgewählt, der danach auf Futtersuche gehen muss und die anderen durch berühren, wie beim Fange-spielen in Zombies verwandeln kann. Das ganze geht eine Woche lang und das Ziel ist es natürlich, für die anderen 79 “Menschen” zu überleben.
Alle “Menschen” müssen ein Kopftuch sichtbar, entweder um den Arm oder ums Bein tragen, um zu zeigen, dass sie mitspielen und dass sie noch nicht mit dem Virus infiziert sind. Alle Zombies, die vom Ur-Zombie oder einem anderen Zombie berührt wurden, müssen das Kopftuch auf dem Kopf tragen, um zu zeigen, dass sie Zombies sind.
Die Menschen können sich verteidigen, indem sie entweder mit Spielzeugpistolen Saugnapfpfeile auf die Zombies schiessen, oder indem sie Marshmallows oder Socken nach den Zombies werfen. Das setzt die Zombies dann für 15 minuten ausser Gefecht, ehe sie wieder auf Jagd nach Menschenfleisch und Gehirnen gehen dürfen. Das Spielfeld ist der ganze Campus, allerdings gibt es einige “Safe-Zones” wie z.B. die Uni-Gebäude, die Bibliothek, Toiletten oder unsere Zimmer…
Ich versuche natürlich so lange wie möglich zu überleben… Bisher wurde noch kein Zombie gesichtet (da der Ur-Zombie kein Kopftuch tragen muss). Wünscht mir Glück!!
Falls ich lebend hier raus komme…bis in 28 Tagen. Wenn nicht…bombt den ganzen Campus zur Hölle! ;-)
Hoffentlich auf Wiedersehen…!
Lucas
PS: Falls ihr mich (vielleicht zum letzten Mal bevor die Zombies mich erwischen) sehen wollt, klickt hier:
Hi Leute,
mal wieder ein kleines Zwischen-update. Bei mir ist im Grunde immer noch alles beim Alten. Die beiden Essays von letzer Woche sind erfolgreich abgegeben worden, jetzt muss ich natürlich warten was draus geworden ist. Erfahre ich wahrscheinlich morgen.
Das Wochenende war ziemlich cool: Am Freitag waren wir Bowling spielen und haben dort in Michaels Geburtstag hineingefeiert. War ein echt netter Abend, an dem wir danach noch bis 4 Uhr bei ihm geblieben sind und Tiefkühlpizza gegessen haben.
Um 8 Uhr morgens ging es dann direkt weiter zu einem Freizeitpark, Six Flags, der verschiedene Achterbahnen hatte. Die beste hieß Superman und hat einen erst einmal auf 221 Fuss hochgefahren und dann ist man gleich am Anfang 75 Fuss im “freien Fall” runtergeschossen. Das war echt der Hammer!! Aber auch die anderen Bahnen und Wildwasserfahrten waren echt cool, das Wetter mit knapp 32 Grad super und es war einfach ein genialer Tag.
Abends war dann der “Drag Ball” an dem sich Jungs anziehen sollten wie Mädels, und umgekehrt. Ich war natürlich noch total fertig von einem erlebnisreichen Tag und nur 4 Stunden Schlaf. Ich habe mich dann entschieden mich nicht in Drag aufzustylen, aber 3 meiner Freunde haben es gemacht und es war wirklich zum Schießen!!! Man konnte sehen dass sie sich unwohl gefühlt haben aber mit steigendem Pegel war es dann egal und auch ein schöner Abend.
Der Rest des Wochenendes stand dann im Zeichen des Arbeitens, auch wenn ich sicherlich produktiver hätte sein können, wenn ich ein wenig mehr Schlaf gehabt hätte (In der Nacht zum Sonntag hin gab es wegen dem Drag Ball dann auch nur 5 Stunden Schlaf)
Aber jetzt bin ich wieder Fit und werd mal wieder eine Nachtschicht in der Bibliothek einlegen.
So viel fürs Erste…
Grüße
Lucas
PS: Heute sind es genau noch 28 Tage bis ich wieder daheim bin :-)
Hallo zusammen,
hier ma wieder ein kurzes Update: Ich lebe noch ;-) Und wie schon im letzten Posting angekündigt hat mich der Uni-alltag schon lange wieder. Ich komme zu kaum etwas, außer dem Versuch meine Essays rechtzeitig fertig zu bekommen und nebenher irgendwie mit dem Lesen halbwegs auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Ich versteh leider echt nich, wie manche Leute noch neben dem Studium in Amerika herumreisen können. Die müssen ein leicht besseres Zeitmanagement haben als ich, aber auch finanziell ist es bei mir grad bissel knapp. Deshalb habe ich den Wochenendtrip nach Washington DC gecancelt. Das ist richtig schade, weil ich Washington sehen wollte seitdem ich hierher gekommen bin :-( Aber es war sicher nicht das letzte Mal, dass ich in Amerika bin, von daher hab ich was auf das ich mich bei meinem letzen Besuch noch freuen kann.
Abgesehen davon vergeht die Zeit gerade richtig schnell und plötzlich sind es nur noch 40 Tage bis ich wieder zurück in Deutschland bin. Die Großzahl meiner Klausuren ist geschrieben (ab nächstem Dienstag nur noch 3 essays zu schreiben und 1 Klausur), die Studenten vom Deutschkurs, in dem ich Teaching Assistant bin, sind schon fertig mit dem gesamten Buch und machen jetzt eher nur noch sprachliche Übungen - das Jahr in Amerika geht dem Ende entgegen…
In diesem Sinne bis bald,
Lucas
Hi Leuts,
ich habe es geschafft, die Bilder hochzuladen. Ihr findet sie unter diesen Links:
http://www.facebook.com/album.php?aid=68&l=eb22f&id=256200015
http://www.facebook.com/album.php?aid=69&l=1f70b&id=256200015
http://www.facebook.com/album.php?aid=70&l=dd0c7&id=256200015
Ansonsten hat mich der College-Alltag, bzw. Stress, auch direkt schon wieder :-( Habe leider einen Aufsatz über die Ferien aufgehabt, und mit Nina und Gratian natürlich nicht wirklich Zeit gehabt, den zu schreiben… geschweige denn, die Literatur dafür zu lesen. Dementsprechend bin ich direkt schon wieder etwas am Hudeln…
Meld mich wieder, wenn ich am Mittwoch aufwache…nach einer wahrscheinlich schlaflosen Nacht heute abend…
Bis denn :’-)
Lucas
Hallo zusammen,
es gibt mich noch, auch wenn ich die letzten 2 Wochen ziemlich unterwegs war: Gratian und Nina sind für Spring Break nach Amerika gekommen und wir haben 13 Tage Urlaub in Boston, New York und Miami gemacht.
Boston hat eher verhalten angefangen, da das Wetter nicht so mitgemacht hat, wie wir es uns erhofft hatten. Ich kenn mich ja jetzt schon ziemlich gut da aus, weswegen ich gehofft hatte ein wenig den Reiseführer spielen zu können, aber auch die besten Ortskenntnisse helfen nicht unbedingt weiter, wenn die Schuhe bis auf die Socken vom Regen durchnässt sind. Deshalb haben wir uns am ersten Tag dann kurzfristig umentscchieden, und anstatt den Freedom-Trail abzulaufen (eine rote Linie auf den Gehwegen von Boston, die die wichtigsten historischen Orte und Sehenswürdigkeiten verbindet), sind wir ein wenig shoppen gegangen. Hauptsächlich Schuhwerk und warme Kleidung, da es zusätzlich zum Regen auch noch schweinekalt war.
Aber die letzten beiden Tage in Boston war dann wenigstens der Regen weg (wenn es auch weiterhin richtig windig blieb) sodass man in der Sonne nur noch gefroren hat, wenn der Wind einem die Wärme aus den Knochen gepustet hat. Da haben wir dann all das Sightseeing nachgeholt, was wir die ersten Tage verpasst haben (mindestens 50 Kilometer sind wir gelaufen pro Tag…mindestens!) und haben auch eine U-Bahn zum Revere-Beach genommen.
New York war dann immerhin schon etwas besser. Es war zwar immer noch ab und an ziemlich kühl und windig, aber immerhin kein Regen mehr. Wir kamen abends mit dem Bus an und haben die Jugendherberge relativ schnell und problemlos gefunden. Das Beste war, dass die Jugendherberge einmal die Woche eine Pizzaparty gibt, und die war direkt an dem Tag unserer Ankunft! Die Küche war außer uns leer, so dass wir uns die Bäuche richtig schön vollhauen konnten mit lecker Pizza. Das hat die Stimmung dann auch schon gewaltig gehoben, und wir waren noch unternehmungslustig genug für einen Spaziergang im Central Park (3 Blocks von der Juhe weg) und den Times Square hinunter. Der Times Square sieht bei Nacht einfach überwältigend aus und das New York-Feeling kam sofort auf :-)
Die nächsten Tage waren dann wieder angefüllt mit Sight-Seeing (mindestens 100 Kilometer sind wir gelaufen pro Tag…mindestens!) Shopping und Museumsbesuchen, und es war alles echt toll. Der einzige Wermutstropfen war, dass wir von dem ganzen Herumgestapfe dann abends meist so fertig waren, dass nicht mehr viel ging mit Party oder Clubs…Aber es blieben ja noch 5 Tage Miami.
Miami war der letzte und vielleicht schönste Stop auf unserer Tour die Ostküste entlang. Das Wetter war einfach genial (auch wenn die Ankunft in den Winterklamotten in den 32°C uns dann doch erst mal nach Luft schnappen ließ) und die Stimmung wurde nur durch den ersten Schock bei Betreten unseres Jugendherbergszimmers getrübt. Wir hatten zu dritt ein Vierbettzimmer gebucht, doch es stellte sich heraus, dass dieses Zimmer nur ein Nebenzimmer eines Sechsbettzimmers war, das sich nicht abschließen ließ. Außerdem mussten wir dann natürlich jedes Mal durch das andere Zimmer hindurchlaufen um in unseres zu gelangen, und zudem noch das einzige Badezimmer mit insgesamt 10 Leuten teilen.’
Doch ein Spaziergang am Strand und eine halbe Pizza haben den Schock dann ziemlich schnell verringert (merke: Pizza ist gut für die Nerven!) und dann haben wir noch auf die Ankunft von Michael und Jacob gewartet. Die zwei kenne ich von Connecticut College und sie haben sich uns spontan angeschlossen, als sie gehört haben, dass wir nach Miami fahren - und sie haben sogar ein Zimmer im selben Hostel bekommen. Zusammen sind wir dann, wenn auch leicht übermüded von der Reise, erst einmal ausgegangen und haben den bevorstehenden Urlaub in Miami gefeiert.
Die nächsten Tage waren dann nur angefüllt von Strandbesuchen, Sonnenbaden (inklusive leichtem Sonnenbrand natürlich) und auch ein wenig Feiern. Wir waren schließlich am South-Beach, der Party Meile von Miami, und da muss man schon mal ein wenig weg gehen. Außerdem haben wir noch einen leicht überteuerten Trip nach Key West unternommen, und der war ebenfalls schön, sodass ich heute total entspannt wieder am College bin.
Der Urlaub war wirklich genial und wurde von Tag zu Tag einfach nur besser. Es hat mich riesig gefreut, dass Grati und Nina kommen konnten und jetzt sind es ja auch nur noch 56 Tage, bis ich wieder in Deutschland bin.
In diesem Sinne haltet durc h ;-)
Liebe Grüße
Lucas
PS: Fotos kommen demnächst irgendwo. Muss erst noch mein Übertragungskabel von der Kamera finden o_0
Ahoi,
ich dachte ich lass mal wieder von mir hören. Ich sitze gerade an einem Essay über Shakespeares “A Midsummer Night’s Dream” und mir kommen einfach nicht die richtigen Ideen, die ich verwenden könnte. Dementsprechend lenke ich mich ein wenig ab und hoffe, dass danach alles besser ist…
Ich hab auch wieder einiges nachzutragen: Am letzten Donnerstag war die so genannte “100 Days Party” auf der die Seniors feiern, dass sie noch genau 100 Tage an diesem College verbringen, bevor sie ihren Abschluss in der Tasche haben. Da es für uns Austauschstudenden auch nur noch 100 Tage sind, haben wir uns liebend gerne angeschlossen und es war eine ziemlich nette Party: Gute Musik, Hübsche Valentintags-Deko und sogar Bier und Wein, da ja die Seniors alle über 21 sind!!
Der Rest des Wochenendes war dann relativ ruhig, da ich ziemlich viel Arbeit hatte, jedoch habe ich das dieses Wochenende nachgeholt: Ein Freund hat sein Zimmer in eine Disko verwandelt, was natürlich prompt zu einer Lärmbeschwerde geführt hat, und so wurden alle Anwesenden vom Campus Safety Officer aufgeschrieben… Doch ca. 20 Minuten nachdem die Party aufgelöst wurde haben wir uns wieder bei ihm eingefunden und, diesmal leiser, einen netten Abend verbracht.
Auch vom Party/Unileben abgesehen gibt es etwas Neues: Ich habe meinen Flug umgebucht und komme jetzt doch schon am 19. Mai wieder nach Hause anstatt am 12. Juni. Die endgültige Bestätigung von der Airline steht noch aus, jedoch dürfte das schon klappen. Dementsprechend bin ich noch genau 85 Tage in Amerika und dann hat mich good old Germany auch schon wieder.
In diesem Sinne Bis Bald
Lucas
PS: Momentan freu ich mich riiiiesig auf übernächste Woche wenn Gratian und Nina mich besuchen kommen!!! WHOOHOOOOOO :-)