Hier noch ein kurzer Einschub über etwas das ich heute kennenlernen durfte: Das Connecticut College funktioniert nach dem System des “Honor Code”: ein System, das den Studenten jegliche Freiheit gibt, da es von deren Ehrlichkeit und Ehrbarkeit ausgeht, anstatt durch hartes Durchgreifen und Prävention z.B. Vandalismus oder Schummeln zuvorzukommen und dadurch sozusagen von der Unehrlichkeit der Studenten auszugehen.
So verpflichtet sich jeder Student dazu, sich gemäß den Regeln zu verhalten, keinen Vandalismus zu begehen und bei Klausuren nicht zu schummeln, und die Dekane und Professoren vertrauen den Studenten hierbei. Jedoch sind die anderen Studenten dazu angehalten mögliche Vergehen zu melden, da sie selbst ja dadurch benachteiligt werden.
Ein Beispiel wäre, dass man zum Beispiel die Klausuren zu einem selbst gewählten Zeitpunkt schreiben kann, ohne dabei von Dozenten beaufsichtigt zu werden. Jedoch soll man den Studenten, die die Arbeit noch nicht geschrieben haben, auch nicht verraten was drankam, da dies ja zu einer Chancenungleichheit führen würde. Dies ist der “Academic Honor Code”.
Und ebenso funktioniert das auch mit dem sittlichen “Honor Code”, der einfach beinhaltet sich nach den Regeln der Uni zu verhalten, nicht die Wände zu bemalen, niemand zu belästigen etc.
So haben die Studenten durch den Honor Code also, wie im täglichen Leben auch, Rechte und Pflichten - meiner Ansicht nach ein nettes System, auch wenn es durch den amerikanischen Pathos oftmals etwas befremdlich ist. Doch wie gesagt: eigentlich finde ich es ein gute Einrichtung, die den Studenten viele Möglichkeiten eröffnet und einen Weg bildet in einen Campus, der von den Studenten mitgeleitet wird, anstatt sie nur zu bevormunden.
5 Kommentare
Henning
27|Aug|2007 1Hm, klingt gut. Aber sobald sich einer nicht dran hält, funktioniert es doch nicht mehr, oder? Gerade was die Klausuren angeht. Ist es da nicht dann doch sehr verlockend, den besten Freunden schon mal vorab zu verraten, was drankommt?
Aber wenn es funktioniert: Super!
Luke
27|Aug|2007 2Ja, das ist genau der Haken, denke ich auch. Aber soweit ich das mitbekommen habe, nehmen die Amerikaner das wirklich ernst und verraten da nichts, auch weil sie da schon einen Konkurrenzgedanken im Hinterkopf haben, dass derjenige ja dann Vorteile hat, die sie nicht hatten.
Henning
27|Aug|2007 3Der, dem ich Vorteile gebe, kann mir ja beim nächsten Mal auch welche geben. So gleicht sich das aus und sie haben gemeinsam Vorteile gegenüber anderen. Nennt sich auch Networking. ;-)
Nina
27|Aug|2007 4boah,das ist ja genua das richitge für den luke,ein zügelloses leben ohne jeglichen regeln und klausurendruck.mit so einer situation kannst du sicher besonders gut umgehen,schließlich bist du überdurchschnittlich diszipliniert.luke,das wir dein ende!!!!!
Luke
28|Aug|2007 5Hrhrhr…eben ^^
Naja schaumer ma…ich bin ja am Ende dieses Semesters wahrscheinlich auch viel erfahrener und reifer hehehe
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