Hallo zusammen,

es gibt mich noch, auch wenn ich die letzten 2 Wochen ziemlich unterwegs war: Gratian und Nina sind für Spring Break nach Amerika gekommen und wir haben 13 Tage Urlaub in Boston, New York und Miami gemacht.

Boston hat eher verhalten angefangen, da das Wetter nicht so mitgemacht hat, wie wir es uns erhofft hatten. Ich kenn mich ja jetzt schon ziemlich gut da aus, weswegen ich gehofft hatte ein wenig den Reiseführer spielen zu können, aber auch die besten Ortskenntnisse helfen nicht unbedingt weiter, wenn die Schuhe bis auf die Socken vom Regen durchnässt sind. Deshalb haben wir uns am ersten Tag dann kurzfristig umentscchieden, und anstatt den Freedom-Trail abzulaufen (eine rote Linie auf den Gehwegen von Boston, die die wichtigsten historischen Orte und Sehenswürdigkeiten verbindet), sind wir ein wenig shoppen gegangen. Hauptsächlich Schuhwerk und warme Kleidung, da es zusätzlich zum Regen auch noch schweinekalt war.
Aber die letzten beiden Tage in Boston war dann wenigstens der Regen weg (wenn es auch weiterhin richtig windig blieb) sodass man in der Sonne nur noch gefroren hat, wenn der Wind einem die Wärme aus den Knochen gepustet hat. Da haben wir dann all das Sightseeing nachgeholt, was wir die ersten Tage verpasst haben (mindestens 50 Kilometer sind wir gelaufen pro Tag…mindestens!) und haben auch eine U-Bahn zum Revere-Beach genommen.

New York war dann immerhin schon etwas besser. Es war zwar immer noch ab und an ziemlich kühl und windig, aber immerhin kein Regen mehr. Wir kamen abends mit dem Bus an und haben die Jugendherberge relativ schnell und problemlos gefunden. Das Beste war, dass die Jugendherberge einmal die Woche eine Pizzaparty gibt, und die war direkt an dem Tag unserer Ankunft! Die Küche war außer uns leer, so dass wir uns die Bäuche richtig schön vollhauen konnten mit lecker Pizza. Das hat die Stimmung dann auch schon gewaltig gehoben, und wir waren noch unternehmungslustig genug für einen Spaziergang im Central Park (3 Blocks von der Juhe weg) und den Times Square hinunter. Der Times Square sieht bei Nacht einfach überwältigend aus und das New York-Feeling kam sofort auf :-)
Die nächsten Tage waren dann wieder angefüllt mit Sight-Seeing (mindestens 100 Kilometer sind wir gelaufen pro Tag…mindestens!) Shopping und Museumsbesuchen, und es war alles echt toll. Der einzige Wermutstropfen war, dass wir von dem ganzen Herumgestapfe dann abends meist so fertig waren, dass nicht mehr viel ging mit Party oder Clubs…Aber es blieben ja noch 5 Tage Miami.

Miami war der letzte und vielleicht schönste Stop auf unserer Tour die Ostküste entlang. Das Wetter war einfach genial (auch wenn die Ankunft in den Winterklamotten in den 32°C uns dann doch erst mal nach Luft schnappen ließ) und die Stimmung wurde nur durch den ersten Schock bei Betreten unseres Jugendherbergszimmers getrübt. Wir hatten zu dritt ein Vierbettzimmer gebucht, doch es stellte sich heraus, dass dieses Zimmer nur ein Nebenzimmer eines Sechsbettzimmers war, das sich nicht abschließen ließ. Außerdem mussten wir dann natürlich jedes Mal durch das andere Zimmer hindurchlaufen um in unseres zu gelangen, und zudem noch das einzige Badezimmer mit insgesamt 10 Leuten teilen.’
Doch ein Spaziergang am Strand und eine halbe Pizza haben den Schock dann ziemlich schnell verringert (merke: Pizza ist gut für die Nerven!) und dann haben wir noch auf die Ankunft von Michael und Jacob gewartet. Die zwei kenne ich von Connecticut College und sie haben sich uns spontan angeschlossen, als sie gehört haben, dass wir nach Miami fahren - und sie haben sogar ein Zimmer im selben Hostel bekommen. Zusammen sind wir dann, wenn auch leicht übermüded von der Reise, erst einmal ausgegangen und haben den bevorstehenden Urlaub in Miami gefeiert.

Die nächsten Tage waren dann nur angefüllt von Strandbesuchen, Sonnenbaden (inklusive leichtem Sonnenbrand natürlich) und auch ein wenig Feiern. Wir waren schließlich am South-Beach, der Party Meile von Miami, und da muss man schon mal ein wenig weg gehen. Außerdem haben wir noch einen leicht überteuerten Trip nach Key West unternommen, und der war ebenfalls schön, sodass ich heute total entspannt wieder am College bin.
Der Urlaub war wirklich genial und wurde von Tag zu Tag einfach nur besser. Es hat mich riesig gefreut, dass Grati und Nina kommen konnten und jetzt sind es ja auch nur noch 56 Tage, bis ich wieder in Deutschland bin.

In diesem Sinne haltet durc h ;-)
Liebe Grüße

Lucas

PS: Fotos kommen demnächst irgendwo. Muss erst noch mein Übertragungskabel von der Kamera finden o_0